Menu Close

8 starke Fakten, mit denen Sie endlich Ihren Chef von BGM überzeugen

Kennen Sie das?  Sie haben viele Ideen, wie man Gesundheit in Ihrem Betrieb fördern könnte. Sie wissen, wo bei Ihren Kollegen und Kolleginnen der Schuh drückt – was schlecht läuft, warum die Fehlzeiten hoch sind.

Leider bekommen Sie für Ihre Vorschläge gar keine Rückendeckung. Es heißt immer: Kein Budget, kein Personal, keine Zeit.

Träumen Sie auch davon, Ihren Chef endlich von einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu überzeugen?

Es geht nicht ohne Fakten.

Andere zu überzeugen, dazu gehört schon Einiges. In jedem Fall brauchen Sie als Gesundheitsverantwortlicher starke Argumente. Denn wie Ihr Chef sein Budget und Personal einsetzt, ist letzten Endes eine Frage seiner Prioritäten.

Ihr Ziel ist es also, die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden auf seiner Prioritätenliste weiter nach oben zu rücken.

Dazu wollen Sie deutlich machen, warum es überhaupt notwendig ist, sich um die Gesundheit der Beschäftigten in Ihrem Betrieb gezielt zu kümmern. Welche Folgen haben kritische Arbeitsbedingungen und die demographische Entwicklung für den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens?

Sie wissen nicht, wie Sie da ran gehen sollen?

Kein Problem: Ich hab´ Ihnen mal was zusammengestellt ….

Fakt 1: Ihre Beschäftigten spüren wachsenden Stress, Druck und steigende Anforderungen am Arbeitsplatz

Vermutlich ist es bei Ihnen im Betrieb kaum anders.

Neue Computerprogramme werden eingeführt, neue Technologien und Produkte entwickelt. Abteilungen werden umstrukturiert und das alles – zumindest gefühlt – in immer kürzeren Abständen.

Unsere Welt wird schneller und komplexer. Wir müssen laufend Neues lernen und uns ständig auf Veränderungen einstellen.

Deshalb haben vor allem höher qualifizierte Beschäftigte, wie Meister, Techniker und Hochschulabsolventen den Eindruck, dass Stress, Arbeitsdruck und die fachlichen Anforderungen an ihrem Arbeitsplatz zunehmen:

aus: Brenscheidt, S./Siefer, A./Hinnenkamp, H./Dr. Hünefeld, L., BAUA: Arbeitswelt im WandelZahlen – Daten – Fakten, Ausgabe 2019, S. 34

Fakt 2: Viele Termine, Leistungsdruck und Arbeitsunterbrechungen – das belastet

Haben Sie auch Kolleginnen und Kollegen, die hohe Anforderungen und Zeitdruck motivierend finden? Die es als sportliche Herausforderung nehmen? Negative Auswirkungen auf Ihre Gesundheit spüren sie gar nicht.

Das gilt aber sicher nicht für alle.

Wir arbeiten heute unter Bedingungen, die für Viele sehr belastend sind. Zum Beispiel, wenn wir häufig Terminstress haben und immer Top-Leistung bringen müssen.

aus: Brenscheidt, S./Siefer, A./Hinnenkamp, H./Dr. Hünefeld, L, BAUA: Arbeitswelt im WandelZahlen – Daten – Fakten, Ausgabe 2019, S. 27

Dazu zählt auch, wenn wir bei der Arbeit oft unterbrochen oder gestört werden. Zum Beispiel durch Emails, durch Telefonanrufe oder durch unsere Kollegen.

Wir werden abgelenkt von unserer eigentlichen Aufgabe, müssen eine Entscheidung treffen, wie wir mit der Unterbrechung umgehen (sofort bearbeiten, später bearbeiten, ignorieren oder jemand anderem übergeben) und uns dann wieder in unsere Hauptaufgabe eindenken.

Das klingt erstmal nicht weiter schlimm. Aber es kostet uns viel Zeit und Energie – und stresst manche Menschen, vor allem, wenn es häufig vorkommt.

Fakt 3: Ausfallrisiko für Unternehmen: Fast ein Drittel der Beschäftigten fühlt sich erschöpft

Jede Einzelne der vorgenannten kritischen Arbeitsbedingungen kann schon belastend sein.

Je mehr davon gleichzeitig auftreten, umso häufiger merken Menschen dies gesundheitlich. Viele sind erschöpft, müde, gereizt und schlafen schlecht.

aus: Brenscheidt, S./Siefer, A./Hinnenkamp, H./Dr. Hünefeld, L, BAUA: Arbeitswelt im WandelZahlen – Daten – Fakten, Ausgabe 2019, S. 29

Und wie geht es Ihnen, wenn Sie sich müde und erschöpft fühlen? Können Sie sich dann noch gut auf Ihre Arbeit konzentrieren? Schaffen Sie viel und machen keine Fehler? Wohl eher nicht. Im Gegenteil. Vielleicht zieht Ihr Körper auch bald die Notbremse und Sie werden krank.

Ihren Chef sollte das alarmieren, denn höhere Fehlzeiten können die Folge sein.

Fakt 4: Fachkräftemangel bringt Mehrbelastung für die Belegschaft

Und es kann noch schlimmer kommen:

Der Deutsche Industrie- und Handelstag hat in seiner Herbstumfrage 2018 gefragt, welche Folgen Unternehmen aufgrund des akuten Fachkräftemangels in Deutschland sehen.

73 % (!) befürchten in erster Linie eine Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft.

aus: DIHK | Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V., Fachkräfte gesucht wie nie! DIHK Arbeitsmarktreport 2018

Braucht Ihr Chef auch Fachkräfte um wettbewerbsfähig zu bleiben? Will Ihr Betrieb neue Märkte erobern, die Prozesse digitalisieren, neue Produkte entwickeln? Können freie Stellen aber nicht durch gut ausgebildete neue Mitarbeiter besetzt werden?

Dann heißt das höchstwahrscheinlich: Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen müssen zukünftig noch mehr arbeiten.

Fakt 5: Wer viele Überstunden macht, hat mehr gesundheitliche Beschwerden

Wenn also Beschäftigte zukünftig noch mehr arbeiten müssen, dann schauen Sie sich bitte mal den Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Gesundheit an:

Wer in Deutschland Vollzeit arbeitet (das bedeutet in der Regel eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden), macht im Durchschnitt heute bereits knapp 5 Überstunden pro Woche.

Das Problem ist: Tendenziell treten mit längerer Arbeitszeit deutlich häufiger gesundheitliche Probleme auf.

aus: Dr. Anne Marit Wöhrmann, u.a., BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2016): Arbeitszeitreport Deutschland 2016, S. 38

Fakt 6: Wer aus psychischen Gründen krankgeschrieben wird, fällt meist lange aus

Wundert es Sie also, dass die Diagnose „psychische Störungen“ zwischenzeitig an Platz 2 der Gründe steht, weshalb Beschäftigte krankgeschrieben werden?

Getoppt wird sie nur von den „Muskel- und Skeletterkrankungen“. Allerdings: Anhaltender Stress macht sich auch gerne in Nacken- und Rückenschmerzen bemerkbar.

Und noch eine schlechte Nachricht:

Wer wegen psychischer Störungen krankgeschrieben wird, fehlt im Durchschnitt 39 Tage (!). Längere Ausfallzeiten bringt keine andere Diagnose mit sich.

Fünf lange Wochen, in denen die Arbeit vom restlichen Team übernommen werden muss und sich der Zeit- und Leistungsdruck dort erhöht.

aus: Knieps F | Pfaff H (Hrsg.): “Arbeit und Gesundheit Generation 50+”. BKK Gesundheitsreport 2018, MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft und BKK Dachverband e.V. S. 45

Fakt 7: Demographischer Wandel: Das Durchschnittsalter in Unternehmen steigt und steigt

Was die Situation noch weiter verschärft:

Der Anteil der über 49-Jährigen Arbeitnehmer steigt ständig – eine Folge der niedrigen Geburtenrate in Deutschland. Es rücken immer weniger jüngere Mitarbeiter nach.

Das Problem ist: Wenn wir älter werden, erhöht sich leider statistisch auch das Risiko, eine chronische Erkrankung zu bekommen wie zum Beispiel Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Eine Erkältung ist meist in einer Woche überstanden. Bis wir mit chronischen Erkrankungen wieder arbeiten können, dauert es deutlich länger.

Das zeigt sich an den betrieblichen Fehlzeiten:

Ältere Arbeitnehmer fehlen krankheitsbedingt nicht häufiger (Anzahl der Fälle), aber dafür länger (Anzahl der Tage).

aus: Knieps F | Pfaff H (Hrsg.): “Arbeit und Gesundheit Generation 50+”. BKK Gesundheitsreport 2018, MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft und BKK Dachverband e.V. S. 50

Fakt 8: Arbeitsunfähigkeit kostet Geld

Was kostet Arbeitsunfähgikeit?

Das Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAUA berechnet die Zahlen jährlich für Deutschlannd.

In 2017 hieß das: Insgesamt hat jeder Arbeitnehmer 16,7 Tage im Jahr gefehlt. Der Produktionsausfall (Lohnkosten) pro Arbeitsunfähigkeitstag betrug 114 € und damit ist für die deutsche Volkswirtschaft ein Produktionsausfall von insgesamt 78 Mrd. Euro entstanden.

aus: Volkswirtschaftliche Kosten durch Arbeitsunfähigkeit 2017, BAUA, Dortmund 2019

​Und was heißt das für Ihren Arbeitgeber? Ich mach´s mal konkret:

Nehmen wir einfach an, Sie arbeiten in einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern. In 2017 hatte es genau den deutschen Durchschnitt von 16,7 Arbeitsunfähigkeitstagen pro Mitarbeiter.

Dann musste Ihr Betrieb fast 200.000 € an Lohnfortzahlung für die erkrankten Beschäftigten aufbringen.

Tatsächlich sogar mehr: Die Berechnung der Arbeitsunfähigkeitstage basiert auf den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der gesetzlichen Krankenkassen. Die ersten drei Krankheitstage (für die in der Regel keine AU-Bescheinigung notwendig ist) sind also nicht enthalten.

Was Ihren Chef auch interessieren wird:

Was ist Ihrem Unternehmen eigentlich an Wertschöpfung entgangen, dadurch, dass Beschäftigte krankheitsbedingt nicht arbeiten konnten? Denn täglich erbringt ja jeder Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz eine Leistung (eine Wertschöpfung für das Unternehmen) und die kann man in Euro ausdrücken.

Wie? Mit dem Wertschöpfungskalkulator.

Holen Sie sich jetzt den gratis Wertschöpfungs-Kalkulator.

Wie viel Produktivität geht Ihrem Betrieb durch Krankheitstage verloren? Machen Sie die Folgen von Fehlzeiten sichtbar - so einfach geht's:


1. Für meinen Newsletter anmelden
2. Kalkulator erhalten
3. Wertschöpfungs-Verlust für Ihren Betrieb ermitteln
4. Argumente für Ihr BGM nutzen

Der Newsletter-Anbieter ist ActiveCampaign. Alle Infos unter Datenschutz

Holen Sie sich meinen kostenlosen Wertschöpfungs-Kalkulator und berechnen Sie, was Fehlzeiten Ihren Betrieb wirklich kosten.

Mein Fazit:

Puuhh – ganz schön viel Statistik, denken Sie vielleicht. Stimmt. Aber da müssen Sie durch. Sie wollen doch was bewegen in Ihrem Betrieb.

Ich fasse mal zusammen.

Ihr Unternehmen steht vor großen Herausforderungen:

  • Fachkräfte werden fast überall Hände ringend gesucht, aber immer seltener gefunden.
  • Da Mitarbeiter im Durchschnitt immer älter werden, drohen krankheitsbedingte Ausfälle.
  • Die Arbeit muss noch mehr auf diejenigen verteilt werden, die da sind. (Mag sein, dass sich durch die Digitalisierung zukünftig eine deutliche Entlastung ergibt. Aber bis dahin ….?)

Es wird also Jeder gebraucht!

Ihre Beschäftigten – den Meisten geht es (noch) gut. Aber eben nicht Jedem.

  • Viele fühlen sich nicht mehr fit, weil der Arbeitstag hektisch ist und manchmal auch das Privatleben schlaucht. Sie sind müde und schlafen schlecht, sie haben Rückenschmerzen oder sind rund um erschöpft.
  • Viele Vollzeitkräfte wollen weniger und nicht mehr arbeiten.
  • Und schon heute liegt die Zahl der Überstunden, die jeder im Durchschnitt macht, in einem kritischen Bereich für die Gesundheit.

Was kann helfen?

​Ein Betriebliches Gesundheitsmanagement, das die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeitenden nachhaltig fördert.

Wie sehen Ihre nächsten Schritte aus?

  • Schauen Sie sich die Studien genauer an. Welche Fakten interessieren Ihren Chef wohl besonders?
  • Vergleichen Sie die Werte mit Zahlen aus Ihrem Betrieb (gibt´s z.B. von der Personalabteilung, dem Controlling, Ihren gesetzlichen Krankenkassen): Wie ist das Durchschnittsalter in Ihrem Unternehmen? Wie hoch sind die Fehlzeiten? Was sind die Diagnosen für die Arbeitsunfähigkeit?
  • Berechnen Sie mit dem „Wertschöpfungs-Kalkulator“ wie viel Produktivität Ihrem Unternehmen durch Fehlzeiten entgeht.
  • Präsentieren Sie Ihrem Chef die Ergebnisse und zeigen Sie den Handlungsbedarf.
  • ​Schlagen Sie ihm vor, ein Konzept zu entwickeln und beschreiben Sie darin, wie Sie weiter vorgehen wollen, um die Gesundheit in Ihrem Betrieb langfristig zu erhalten.

Warten Sie nicht, starten Sie jetzt.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg!

 

Schreiben Sie mir: Wie haben Sie Ihren Chef überzeugt? Was hat funktioniert, was nicht? Ich freu mich auf Ihr Feedback.

Zum Newsletter anmelden

Sie wollen anerkannt sein als Betriebliche(r) GesundheitsmangerIn - als Experte oder Expertin gesehen, gehört und akzeptiert werden? ​Sie möchten viel bewegen und Ihren Job mit Spaß meistern?

​Einfach Email-Adresse eintragen, und zukünftig bekommen Sie meinen Newsletter 2 – 3 Mal im Monat zugesandt.

​Seriöse Informationen - bewährte Tipps, für den Erfolg, den Sie sich erträumen.

Der Newsletter-Anbieter ist ActiveCampaign. Alle Infos unter Datenschutz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.