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Betriebliche Gesundheitsförderung: Was Sie in der Pandemie jetzt tun sollten

Deutschland ist im Ausnahmezustand.

Sie arbeiten aus dem Home-Office und fragen sich, was Sie als Gesundheitsverantwortliche(r) von dort aus jetzt machen können?

Die Meisten Ihrer Kolleginnen und Kollegen sind nicht im Betrieb. Alle Kurse, alle Aktionen vor Ort sind abgesagt. Die Projekte sind auf Eis gelegt.

Wäre das jetzt nicht die Zeit, um endlich die alten Dateien auf Ihrer Festplatte zu löschen? Um den Ablagekasten zu entrümpeln?

Auf keinen Fall!

Warten Sie nicht ab, bis alle wieder mittwochs am Yoga-Kurs und an der Laufgruppe in der Mittagspause teilnehmen können.

Warum Sie jetzt nicht in den Stand-by-Modus schalten dürfen

Ihre Geschäftsleitung und Ihre Führungskräfte kümmern sich vermutlich im Moment vor allem um den Schutz der Mitarbeiter vor der Ansteckung mit dem Coronavirus. Die Richtlinien der Bundesregierung werden kommuniziert und für die Umsetzung vor Ort wird gesorgt.

Es gibt Home-Office, Abstandsregeln, Hygiene-Vorschriften, und und und.

Das hat Priorität. Gut so!

Aber Sie und ich, wir wissen:

Bei Gesundheit geht es nicht nur um unseren Körper.

WHO-Definition: „Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“

Nach der Weltgesundheitsorganisation WHO sind wir erst gesund, wenn es uns auch psychisch gut geht. Wenn wir ein erfülltes Sozialleben haben: zum Beispiel mit Familie, Freunden, Arbeitskollegen.

Und da sieht´s momentan nicht gut aus.

Die Bedingungen für unser psychisches und soziales Wohlbefinden sind gerade alles andere als gut

Überlegen Sie nur mal, wie viele in Ihrem Betrieb jetzt Angst haben, sich mit dem Corona-Virus anzustecken? Gerade die älteren Beschäftigten. Gerade Ihre Kollegen und Kolleginnen mit Vorerkrankungen.

Wie viele machen sich Sorgen, ob ihr Arbeitgeber eine schwache Auftragslage lange durchhalten kann? Was heißt das für den eigenen Arbeitsplatz? Wie lange kann man mit Kurzarbeitergeld zurechtkommen?

Wie geht es den Eltern im Homeoffice mit Kindern?

Das E-Mail-Postfach quillt von Nachrichten mit Hausaufgaben der Lehrer über. Sie kümmern sich gleichzeitig um den eigenen Job und den häuslichen Schulunterricht der Kinder. Daneben wird noch irgendwie der Haushalt organisiert.

Hut ab, wer es schafft, sich dabei nicht mega auf die Nerven zu gehen.

Und unser soziales Leben bleibt ziemlich auf der Strecke. Allgemeine “Kontaktsperre“: Keine Gespräche mit Freunden beim Italiener, kein Rat von der Kollegin am Kaffeeautomat.

Die gute Nachricht:

Es gibt Faktoren, die uns psychisch stark machen. Die uns helfen, auch Krisen zu meistern.

Was uns stark macht

  • Das Gefühl, schwierige Situationen und Probleme aus eigener Kraft bewältigen zu können.
  • Das Wissen, nicht alleine zu sein, sondern Hilfe bekommen zu können, wenn wir sie brauchen.
  • Das Verständnis darüber, was gerade mit uns passiert. Was jetzt unsere Aufgabe ist. Und wo der Sinn liegt.

Als Gesundheitsmanager wollen Sie diese 3 Faktoren bei den Beschäftigen stärken.

Denken Sie dabei an alle: An die, die derzeit im Betrieb tätig sind und an die, die im Home-Office arbeiten. Vergessen Sie auch nicht diejenigen, die krankgeschrieben sind.

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3 Dinge, die Sie jetzt tun können

1. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Beschäftigten regelmäßig informiert werden

Einige seriöse Infoquellen, für Sie und Ihre Mitarbeitenden, habe ich Ihnen unten als Link-Liste zusammengestellt.

Es reicht aber nicht, die Informationen nur weiter zu leiten.

Viel, viel besser ist es, wenn eine Vertrauensperson aus Ihrem Unternehmen alle persönlich und regelmäßig informiert. Jemand, der die Anweisungen und Empfehlungen begründet und ihnen einen Sinn gibt. Jemand, der dabei auch ein Gemeinschaftsgefühl vermittelt.

Gerade jetzt, wo es hauptsächlich um Informationen zur Gesundheit Ihrer Beschäftigten geht, kann das zum Beispiel Ihr Betriebsarzt sein.

Überlegen Sie, mit welchen Medien Sie möglichst alle erreichen können: Mit einem Newsletter, einem Podcast, mit Telefonkonferenzen, über Ihr Intranet?

2. Helfen Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen mit Tipps zur Gesundheitsförderung

Wie können Eltern und Kinder zu Hause jetzt körperlich fit bleiben? Da fällt Ihnen bestimmt viel ein. Trotzdem hier mal etwas Input:

3. Zeigen Sie, wo Beschäftigte in schwierigen Situationen Beratung und Hilfe bekommen können

Hat Ihr Unternehmen eine Sozialberatung? Oder eine externe Mitarbeiterberatung? Kommunizieren Sie das nochmal ausdrücklich an alle. Wie und wann kann man diese Beratungsmöglichkeit erreichen?

Wenn es so etwas noch nicht gibt: Nennen Sie allgemeine Anlaufstellen wie zum Beispiel der Patientenservice der kassenärztlichen Vereinigung (Telefon: 116117) oder die Telefonseelsorge (Telefon: 0800 –111 0 111 oder 0800 –111 0 222).

Stimmen Sie Ihre Maßnahmen im Unternehmen ab

Wenn´s in Ihrem Betrieb momentan gut läuft, dann stehen Ihr Betriebsarzt und Ihre Sicherheitsfachkraft in engem Kontakt mit der Geschäftsleitung und den Führungskräften.

Es gibt eine Art Krisenstab. Der berät und entscheidet schnell über die notwendigen Maßnahmen und die Kommunikation ins Unternehmen.

Und wenn´s richtig gut läuft: Dann sind Sie als Gesundheitsmanager dabei.

Sind Sie nicht?

Versuchen Sie, das zu ändern. Ist Ihre Teilnahme nicht möglich? Dann bringen Sie Ihr Wissen und Ihre Vorschläge über Ihre Führungskraft in diesen Krisenstab ein.

 

Und hier habe ich Ihnen einige Informationsquellen zusammengestellt – jenseits von Fake-News und Bullshit-Theorien.

Link-Liste für seriöse Informationen zur Corona-Pandemie

1. Leibniz-Institut für Resilienzforschung: „Die 10 wichtigsten Empfehlungen zur Stärkung der psychischen Gesundheit während der Coronavirus-Pandemie“

Kurz und bündig: 10 Antworten von Wissenschaftler auf Fragen zur Stärkung der psychischen Gesundheit in Zeiten der Corona-Krise.

2. „Tonspur Wissen“  –  Podcast: „Was kann man gegen Corona-Angst tun

Mit welchen drei Tipps man gut durch die Krisenzeiten kommt, erklärt Donya Gilan im Gespräch mit Moderatorin Ursula Weidenfeld. “Tonspur Wissen” ist ein Podcast von t-online.de und der Leibniz Gemeinschaft.

3. PsyGA-Info: “Es ist wichtig zu beruhigen, ohne zu beschwichtigen”

Die massiven Folgen der Coronavirus-Pandemie verunsichern Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen. Wie man mit den Belastungen und Sorgen am Arbeitsplatz umgehen kann, erläutert Franziska Stiegler, psyGA-Projektleiterin.

4. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Aktuelle Informationen zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten für Familien

5. Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Fragen rund um die Corona-Pandemie.

6. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

  • Aktuelle und fachlich gesicherte Informationen, wichtige Hygiene- und Verhaltensegeln und -empfehlungen, Kommunikations-Materialen zur Vorbeugung von Infektionen. Alle Informationen werden zurzeit regelmäßig überprüft, angepasst und ergänzt.
  • Antworten auf häufig gestellte Fragen als Videos

7. Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAUA

Der Umgang mit Covid-19 am Arbeitsplatz.

8. Deutsche Gesellschaft für Unfallversicherung DGUV

Informationen zu Erreger, Symptomatik, Verlauf, Lange in Deutschland, angeordnete Maßnahmen

9. Robert Koch Institut RKI

Zahlen, Daten, Fakten

10. Matthias Horx – Die Welt nach Corona

Wenn Sie schon mal wissen wollen, wie die Welt im September 2020 aussieht.

Ein Ausblick:

Diese Ausnahmesituation wird vorbeigehen. Auch wenn wir noch nicht wissen, wann. Wir erleben jetzt: Die Basis von allem, das Wichtigste für uns, ist unsere Gesundheit.

Als Betriebliche Gesundheitsmanager können wir hoffen, dass diese Erfahrung lange im Bewusstsein bleibt. Und dass Sie uns zukünftig helfen wird, Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement in den Betrieben und den Behörden zu stärken.

Geben Sie bitte acht auf sich.

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